C5-E ModbusRTU/USB Online Handbuch

Anschlussbelegung

Übersicht

Stecker Funktion
X1 Modbus RTU IN und OUT
X2 Encoder und Hall-Sensor Anschluss
X3 Digitale/analoge Ein- und Ausgänge
X4 Bremsen-Anschluss
X5 Motoranschluss
X6 Spannungsversorgung
X7 Micro USB-Anschluss
S1 150 Ohm Terminierungswiderstand (Schalter auf ON)
S2 Hex-Codierschalter für Slave-Adresse und Baudrate, 16er Stelle (z.B. F0h)
S3 Hex-Codierschalter für Slave-Adresse und Baudrate, 1er Stelle (z.B. 0Fh)
L1 Betriebs-LED

Stecker X1 - Modbus RTU (RS-485) IN und OUT

Pin 1 ist mit einem Stern "*" markiert. Beide Stecker sind identisch nach der nachfolgenden Tabelle konfiguriert.

PIN Funktion Bemerkung
1 n.c.
2 n.c.
3 n.c.
4 RS-485+
5 RS-485-
6 n.c.
7 n.c. PIN 7 der beiden Stecker intern miteinander verbunden
8 COMMON PIN 8 der beiden Stecker miteinander verbunden

Leitungspolarisation RS-485

Anmerkung: Die Steuerung ist nicht mit einer Leitungspolarisation ausgestattet und erwartet, dass das Master Gerät eine besitzt.
Sollte das Master Gerät am Bus von sich aus keine Leitungspolarisation besitzen, muss ein Widerstandspaar an die symmetrischen RS-485 Leitungen angebracht werden:
  • Ein Pull-Up Widerstand zu einer 5V Spannung auf RS-485+ (D1) Leitung
  • Ein Pull-Down Widerstand zu Masse (GND) auf der RS-485- (D0) Leitung
Der Wert dieser Widerstände muss zwischen 450 Ohm und 650 Ohm liegen. Ein 650 Ohm Widerstand erlaubt eine höhere Anzahl an Geräten am Bus.

In diesem Fall muss eine Leitungspolarisation an einer Stelle für den gesamten seriellen Bus angebracht werden. Generell sollte dieser Punkt an dem Master Gerät oder seinem Anschluss sein. Alle anderen Geräte müssen dann keine Leitungspolarisation mehr umsetzen.

Stecker X2 - Encoder/Hall Sensor

Pin 1 und Pin 2 sind im Bild markiert.

PIN Funktion Bemerkung
1 GND
2 Vcc 5 V DC, Ausgangs- und Versorgungsspannung für Encoder / Hall Sensor; max. 200 mA
3 A 5 V Signal, max. 1 MHz
4 B 5 V Signal, max. 1 MHz
5 A\ 5 V Signal, max. 1 MHz
6 B\ 5 V Signal, max. 1 MHz
7 I 5 V Signal, max. 1 MHz
8 I\ 5 V Signal, max. 1 MHz
9 Hall 1 5 V Signal
10 Hall 2 5 V Signal
11 Hall 3 5 V Signal
12 Shielding Schirmung

Es gelten folgende Schaltschwellen für die Encoder-Eingänge:

Typ Schaltschwellen
Ein Aus
Single > 3,8 V < 0,26 V
Differenz > 3,8 V < 0,26 V

Die interne Beschaltung der Encoder-Eingänge ist nachfolgend dargestellt.

Stecker X3 - Ein- und Ausgänge

Pin 1 ist mit einem Stern "*" markiert.

PIN Funktion Bemerkung
1 +10 V DC Ausgangsspannung, max. 200 mA
2 Digitaler Eingang 1 5 V / 24 V Signal, umschaltbar per Software mit Objekt 3240h, max. 1 MHz; Takteingang in Takt-Richtungs-Modus
3 Digitaler Eingang 2 5 V / 24 V Signal, umschaltbar per Software mit Object 3240h, max. 1 MHz; Richtungseingang in Takt-Richtungs-Modus
4 Digitaler Eingang 3 5 V / 24 V Signal, umschaltbar per Software mit Objekt 3240h
5 Digitaler Eingang 4 5 V / 24 V Signal, umschaltbar per Software mit Objekt 3240h
6 Digitaler Eingang 5 5 V / 24 V Signal, umschaltbar per Software mit Objekt 3240h
7 Analoger Eingang 1 10 Bit, 0-10 V oder 0-20 mA, umschaltbar per Software mit Objekt 3221h
8 Analoger Eingang 2 10 Bit, 0-10 V, nicht umschaltbar per Software
9 Digitaler Ausgang 1 Open Drain, maximal 24 V / 100 mA
10 Digitaler Ausgang 2 Open Drain, maximal 24 V / 100 mA
11 Digitaler Ausgang 3 Open Drain, maximal 24 V / 100 mA
12 GND
Für Eingang 1 bis 5 gelten folgende Schaltschwellen:
Max. Spannung Schaltschwellen
Ein Aus
5 V > 3,8 V < 0,26 V
24 V > 14,42 V < 4,16 V
Anschlussdaten min max
Leiterquerschnitt starr min 0,14 mm2 0,5 mm2
Leiterquerschnitt flexibel min. 0,14 mm2 0,5 mm2
Leiterquerschnitt flexibel m. Aderendhülse ohne Kunststoffhülse min 0,25 mm2 0,5 mm2
Leiterquerschnitt AWG min 26 20
AWG nach UL/CUL min 28 20

Stecker X4 - Bremsen-Anschluss

Pin 1 ist mit einem Stern "*" markiert.

PIN Funktion Bemerkung
1 Bremse + Intern verbunden mit +UB
2 Bremse - PWM-gesteuerter Open-Drain Ausgang, max 1,5 A
Anschlussdaten min max
Leiterquerschnitt starr min 0,14 mm2 0,5 mm2
Leiterquerschnitt flexibel min. 0,14 mm2 0,5 mm2
Leiterquerschnitt flexibel m. Aderendhülse ohne Kunststoffhülse min 0,25 mm2 0,5 mm2
Leiterquerschnitt AWG min 26 20
AWG nach UL/CUL min 28 20

Stecker X5 -Motoranschluss

Pin 1 ist mit einem Stern "*" markiert.

PIN Funktion (Stepper) Funktion (BLDC)
1 A U
2 A\ V
3 B W
4 B\ nicht benutzt
Anschlussdaten min max
Leiterquerschnitt starr min 0,2 mm2 1,5 mm2
Leiterquerschnitt flexibel min. 0,2 mm2 1,5 mm2
Leiterquerschnitt flexibel m. Aderendhülse ohne Kunststoffhülse min 0,25 mm2 1,5 mm2
Leiterquerschnitt flexibel m. Aderendhülse m. Kunststoffhülse min 0,25 mm2 0,75 mm2
Leiterquerschnitt AWG min 24 16
AWG nach UL/CUL min 24 16

Stecker X6 - Spannungsversorgung

Spannungsquelle

Die Betriebs- oder Versorgungsspannung liefert eine Batterie, ein Transformator mit Gleichrichtung und Siebung, oder ein Schaltnetzteil.

Anmerkung:
  • EMV: Bei einer DC-Stromversorgungsleitung mit einer Länge von >30 m oder Verwendung des Motors an einem DC-Bus sind zusätzliche Entstör- und Schutzmaßnahmen notwendig.
  • Ein EMI-Filter ist in die DC-Zuleitung mit möglichst geringem Abstand zur Steuerung/Motor einzufügen.
  • Lange Daten- oder Versorgungsleitungen sind durch Ferrite zu führen.

Anschlüsse

Pin 1 ist mit einem Stern "*" markiert.

PIN Funktion Bemerkung
1 +UB

12-48 V DC, ±5%

2 GND
Anschlussdaten min max
Leiterquerschnitt starr min 0,2 mm2 1,5 mm2
Leiterquerschnitt flexibel min. 0,2 mm2 1,5 mm2
Leiterquerschnitt flexibel m. Aderendhülse ohne Kunststoffhülse min 0,25 mm2 1,5 mm2
Leiterquerschnitt flexibel m. Aderendhülse m. Kunststoffhülse min 0,25 mm2 0,75 mm2
Leiterquerschnitt AWG min 24 16
AWG nach UL/CUL min 24 16

Zulässige Betriebsspannung

Die maximale Betriebsspannung beträgt 51,5 V DC. Steigt die Eingangsspannung der Steuerung über diesen Schwellwert, wird der Motor abgeschaltet und ein Fehler ausgelöst. Ab 50,5 V wird die integrierte Ballast-Schaltung (5W Leistung) aktiviert.

Die minimale Betriebsspannung beträgt 10 V DC. Fällt die Eingangsspannung der Steuerung unter diesen Schwellwert, wird der Motor abgeschaltet und ein Fehler ausgelöst.

An die Versorgungsspannung muss ein Ladekondensator von mindestens 4700 µF / 50 V (ca. 1000 µF pro Ampere Nennstrom) angeschlossen sein, um ein Überschreiten der zulässigen Betriebsspannung (z.B. beim Bremsvorgang) zu vermeiden.

Micro USB (Stecker X7)

Für diesen USB-Anschluss wird ein Kabel des Typs "Micro-USB" benötigt.

Schalter S1 - Terminierungswiderstand

Dieser DIP-Schalter schaltet die Terminierung von 150 Ω zwischen RS-485+ und RS-485- (siehe Stecker X1 - Modbus RTU (RS-485) IN und OUT) zu oder ab. Die Schalterstellung "unten" schaltet die Terminierung zu.

Schalter S2 - Modbus Slave-Adresse und Baudrate

Zum Einstellen der Slave-Adresse und Baudrate. Der Wert dieses Schalters wird mit 16 multipliziert und zum Wert des Schalters S3 addiert, damit stellt dieser Schalter die sechzehner Stelle. Siehe Kapitel Kommunikationseinstellungen.

Schalter S3 - Modbus Slave-Adresse und Baudrate

Zum Einstellen der Slave-Adresse und Baudrate. Der Wert dieses Schalters wird zum Wert des Schalters S2 addiert, damit stellt dieser Schalter die einer Stelle. Siehe Kapitel Kommunikationseinstellungen.

Beispiel

Schalter S2 steht auf dem Wert 1h, Schalter S3 auf dem Wert Fh, daraus ergibt sich der Wert 1Fh für die Einstellung der Adresse und der Baudrate.
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